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Kunst zu Ostern will provozieren

Aktualisiert: Apr 10

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Wie jedes Leiden provoziert auch die aktuelle Pandemie die Frage, wie die Vorstellung eines liebenden und allmächtigen Gottes mit der Grausamkeit in der Welt vereinbar ist. Raumwunder lud Passanten ein, sich diesem schwierigen Thema mit Hilfe von Kunst zu nähern.

Erik Ravelo

In den Tagen vor Ostern präsentierte Raumwunder in der Neuen Straße und im Froschgraben "Die Unberührbaren" von Erik Ravelo Suarez, einem preisgekrönter Bildhauer, Maler und Multimediakünstler. 1978 in Havanna geboren, floh er mit 18 Jahren aus Kuba, um als freier Künstler zu leben. Ravelo ist verantwortlich für zahlreiche Kampagnen, unter anderem für UNO, WHO, The Guardian und Reporter ohne Grenzen. Er leitete 14 Jahre Fabrica, die Kommunikationsagentur des italienischen Modeunternehmens Benetton. „Die Unberührbaren“ ist Ravelos bislang liebstes Werk. Die Fabrica-Kampange will das Bewusstsein für die Kinderrechte schärfen. Das Symbol des Kreuzes weist gleichzeitig auf das Leid der Kinder und dessen Verursacher hin. Der Titel bezieht sich sowohl auf die Kinder, die geschützt werden müssen, als auch auf die Täter, die strafrechtlich nicht verfolgt werden.

Raumwunder hat unter die Kreuz-Installationen Aussagen der Bibel gestellt, die anregten über den tieferen Sinn von Ostern nachzudenken, und zwar als mögliche Antwort auf die Grausamkeit der Welt. Wie bei der Erstveröffentlichung 2012 polarisierten die Kunstinstallationen auch in Schwäbisch Hall. Während einige von Bildzeitung-Niveau sprachen, zeigte sich die Mehrheit betroffen und dankbar, dass der Missstand des Kindesmissbrauchs so deutlich thematisiert wurde.

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