Religion und Gesellschaft

- ein spannungsreiches Verhältnis 

VHS-Vortragsreihe und Diskussion

MONTAGS, 19:30 UHR

14.6. / 21.6. / 28.6. / 5.7 / 12.7

HAUS DER BILDUNG - RAUM N2.21

 

Im November 2019 kaperten Umweltaktivisten die Fassade des Konrad-Adenauer-Hauses 

und klauten das C aus dem Logo der Christdemokraten. Mit der Aktion bescheinigte Greenpeace der CDU eine "desaströse Klimapolitik“ und  mahnte, die Partei solle zu ihren christlichen Werten stehen und die Bewahrung der Schöpfung ernster nehmen.

In diesem Fall wurde Religion in den Dienst einer guten Sache gestellt. Anders verhielt es sich im 2. Weltkrieg, als Soldaten der deutschen Wehrmacht mit dem Wahlspruch „Gott mit uns“ auf den Koppelschlössern zum Töten geschickt wurden.

Es liegt im Wesen der Religion absolute Überzeugungen hervorzubringen, was sowohl hinsichtlich der persönlichen Lebensführung als auch im politischen Bereich zu erheblichen Spannungen führen kann. Der Theologe Peter Jost lädt ein, anhand des Buches „Christ & Culture“ über das Verhältnis von Religion und Gesellschaft ins Gespräch zu kommen. 

Es stammt von Richard Niebuhr, einem der bedeutendsten us-amerikanischen Ethiker des 20. Jahrhunderts. Veröffentlicht 1951, ist das Buch heute noch wert zu diskutieren,  

da es sich um ein „Klassiker“ handelt, wenn es um das Problem der Beziehung von Glaube und Kultur geht. Die Lektüre der anspruchsvollen und nur in englischer Sprache erhältlichen Veröffentlichung wird nicht vorausgesetzt. Jeder Gesprächsabend wird mit einem Vortrag über eine von fünf Verhältnisbestimmungen der Geistesgeschichte eingeleitet: Christentum als Gegenkultur, Teil der Kultur, Leitkultur, transformierende gesellschaftliche Kraft sowie in paradoxer Spannung zur Kultur.

 

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